Pflanze des Monats: Die Brennnessel

Ab jetzt gibt es eine neue Beitragskategorie: Die Pflanze des Monats! Hier werde ich euch der Blütezeit entsprechend eine Pflanze näher vorstellen. Außerdem wird es dann in dem jeweiligen Monat leckere Rezepte und Tipps zur Verwendung der Pflanze geben.

Die heutige Pflanze des Monats ist mein absolutes Lieblings-Wildkraut: Die Brennnessel. Von vielen gefürchtet und gemieden bis man über die Wirkung des Unkrauts Bescheid weiß. Also alle die etwas Gutes für Haut, Haar und Nägel tun wollen nun gut aufpassen:

Brennnessel Infografik

Beschreibung

Man unterscheidet zwischen der großen und kleinen Brennnessel (Urtica dioica und Urtica urens). Die große ist mehrjährig während die kleine nur einjährig ist. Gesammelt werden beide von Frühjahr bis Herbst wo man sich im Frühjahr und Sommer von den Blättern über die Samen bis zur Wurzel im Herbst hinarbeitet. Brennen tut die Brennnessel weil in den Brennharen Histamin, Acetylcholin und Brennnesselgiftstoff enthalten sind. Personen mit Intoleranz gegenüber Histamin sollten bei Brennnesseln vorsichtig sein! Ein kleiner Tipp: Wenn man an der Blattunterseite gegen die Ausrichtung der Brennhaare streift (also von hinten nach vorne), wird man nicht gepiekst!

Inhaltsstoffe

Die Brennnessel ist vor allem reich an Flavonoiden. Was ist das werdet ihr jetzt sagen? Flavonoide haben im allgemeinen antioxidative Eigenschaften und dienen somit als Radikalfänger. Nicht schlecht!

Außerdem enthalten Sie Vitamin A, B2, B5, C, E und K!

Brennnessel vs. Spinat

Oft wird die Brennnessel als Spinatersatz verwendet und das aus gutem Grund. Die Brennnessel schlägt den Spinat in allen Belangen: Das Unkraut enthält weit mehr Kalzium, Magnesium, Eiweiß, Vitamine und Eisen als Spinat!

Wirkung

Abgesehen davon, dass die Brennnessel gut schmeckt, hilft sie auch noch bei Allerlei Wehwehchen. Bei Erschöpfung oder bei der Frühjahrsmüdigkeit peppt es den Körper wieder auf. Das Haarwachstum wird gefördert durch den hohen Kieselsäureanteil der in der Pflanze enthalten ist. Das Unkraut entgiftet und hilft demnach überaus bei Gicht und ist überdies krampflösend und entzündungshemmend.

Aus dem Nähkästchen:

Im Mittelalter war Nonnen und Mönchen der Verzehr von Brennnesselsamen verboten, da sie eine vitalisierende und erregende Wirkung haben.

 

Also dann – rein in die Nesseln 🙂

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